Der erste Tote der Berliner Mauer war Günter Litfin. Er war der erste Mensch, der bei seiner Flucht aus der DDR erschossen wurde. Ihn ereilte das tragische Schicksal, der erste Tote der Berliner Mauer zu sein – mindestens 135 weitere Opfer folgten ihm. Dem ersten Toten der Berliner Mauer und dem letzten Todesopfer, Winfried Freudenberg, sollen Mahnmale gewidmet werden, die an das DDR-Regime erinnern.

Der erste Tote der Berliner MauerDer erste Tote der Berliner Mauer – Günter Litfin

Günter Litfin war ein Schneider aus Weißensee. Der erste Tote der Berliner Mauer Günter Litfin arbeitete im Westen, wohnte zum Zeitpunkt seines Todes jedoch noch im Osten der Stadt, aber hatte schon eine Wohnung in Charlottenburg gefunden. Mit dem Mauerbau wurden seine Zukunftspläne allerdings zu Nichte gemacht, so dass er am 24. August in den Westteil der Stadt zu flüchten versuchte. Seine Flucht aber würde scheitern. Als erster Tote der Berliner Mauer ist er als tragische Figur in die Geschichte eingegangen.

Der erste Tote der Berliner Mauer wird ermordet

Günter Litfin versuchte über die Bahnanlagen, die zum Lehrter Stadtbahnhof führen, zu flüchten.
Noch bevor er die Westseite erreichen konnte, wurde er bereits von einem Transportpolizisten durch einen Kopfschuss tödlich verletzt. Um 16.15 Uhr traf ihn die Kugel. Vorher waren noch Warnschüsse abgegeben worden. Die Gerichtsmedizin sollte später feststellen, dass der erste Tote der Berliner Mauer an einem Hals- und Mundboden-Durchschuss gestorben ist.

Der erste Tote der Berliner Mauer Günter LitfinDer erste Tote der Berliner Mauer – Familie unter Verdacht

Seine Familie erfuhr erst durch das westdeutsche Fernsehen von seinem Tod. Am 31. August ist der erste Tote der Berliner Mauer beigesetzt worden, seine Familie durfte ihn vorher noch nicht einmal sehen. Sie standen unter Generalverdacht, Mitwisser oder Mittäter der Flucht gewesen zu sein. Doch die Staatssicherheit fand keine Hinweise. Jahrelang wird die Familie weiter von der Staatssicherheit bespitzelt.

Jürgen Litfin durfte zu DDR-Zeiten nicht über den Tod seines Bruders sprechen. Offiziell hieß es, sein Bruder sei bei einem “Unglück” ums Leben gekommen. Der heute über 70-jährige Bruder errichtete eine Gedenkstätte in einem Wachturm in der Kieler Straße in der Mitte der Hauptstadt, die von März bis Oktober besucht werden kann.

Gerade einmal 11 Tage nach Beginn des Mauerbaus, zum damaligen Zeitpunkt noch provisorisch, war der erste Tote der Berliner Mauer zu beklagen. Acht Monate und einen Tag vor dem Fall der Mauer ist Winfried Freudenberg das letzte Todesopfer. Der erste Tote der Berliner Mauer und alle weiteren Opfer dürfen nicht aus dem deutschen Gedächtnis verschwinden.

Foto 2: André Karwath aka Aka von WikiCommons