Die Berliner Mauer auf Latein? Murus Berolinensis heißt Berliner Mauer auf Latein. Obwohl Latein immer noch an einigen deutschen Gymnasien unterrichtet wird und auch wenn bei Wikipedia ein Eintrag zur Berliner Mauer auf Latein verfasst sein sollte, ist es doch keine Sprache, die heute im Alltag gesprochen wird. Allerdings wollen wir Ihnen ein außergewöhnliches Buch vorstellen: Das Vallum Berolinense beschreibt den Beginn der Berliner Mauer auf Latein!

Berliner Mauer auf LateinBerliner Mauer auf Latein – Vallum Berolinensis

Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus hat das Abgeordnetenhaus von Berlin diesen einzigartigen Rückblick herausgegeben. Der promovierte Altphilologe Harry C. Schnur hat diesen Text als Zeitzeugenbericht verfasst. Dr. Fritz Felgentreu hat nun den Text zur Berliner Mauer auf Latein ins Deutsche übersetzt und mit ergänzenden Anmerkungen versehen. Somit ist das Werk auch allen Nicht-Lateinern zugänglich.

Berliner Mauer auf Latein – der Autor

Harry C. Schnur ist in Berlin geboren. Mit jüdischer Herkunft schaffte er es 1932 gerade noch, vor den Nationalsozialisten zu fliehen. Am 13. August 1961 befand er sich zufällig in Berlin, um das Grab seiner Großmutter zu besuchen. Als Zeuge des Baubeginns beschloss er jedoch, einen Augenzeugenbericht über die Berliner Mauer auf Latein zu verfassen. Den späteren Fall derselben hat er nicht mehr erlebt. Vielleicht hätte er zu diesem Ereignis ebenfalls einen Bericht verfasst. Warum er sich entschloss, in einer “toten” Sprache zu schreiben, ist bis heute ungewiss.

Das “Vallum Berolinense” ist 52 Seiten lang und kostenlos erhältlich. Wenden Sie sich dazu einfach an:

AbgeordnetenhaBerliner Mauer auf-Latein Caesarus von Berlin
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Niederkirchnerstr. 5
10111 Berlin

Das Werk zur Berliner Mauer auf Latein ist sicherlich nicht nur für den Fremdsprachenunterricht interessant, sondern eignet sich als spannender Zeitzeugenbericht für die unterschiedlichsten Fächer, wie Geschichte, Politik oder Deutsch. Auch außerschulische Geschichtsinteressierte sollten sich von der alten Sprache nicht abschrecken lassen und einen neugierigen Blick in diese besondere Arbeit wagen. Denn wann liest man schon etwas über die Berliner Mauer auf Latein?