Am 9. November jährte sich zum 22. Mal der Mauerfall. Die Berliner Mauer wurde im Jahr 1961 errichtet und diente als Grenzbefestigungssystem, das alle drei Westsektoren Berlins umschloss und diese von Ostberlin und der gesamten DDR abriegelte.

MauerfallDer Mauerfall im Jahre 1989

In der Nacht vom Donnerstag den 9. November auf Freitag, den 10. November 1989 fand der Mauerfall statt. Bereits im Oktober fanden die Vorbereitungen zu einer Art kontrolliertem Mauerfall von Seiten der DDR-Regierung statt. Es gab am 29. Oktober ein Gespräch zwischen dem damaligen regierenden Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, Ost-Berlins SED-Chef Günter Schabowski und dem Oberbürgermeister von Ost-Berlin, Erhard Krack. Es wurden Vorbereitungen für einen Mauerfall im Dezember 1989 getroffen. Massenkundgebungen in der Wendezeit und die Forderung nach Reisefreiheit in der DDR führten zum Mauerfall. Ein weiterer Grund war die anhaltende Republikflucht großer Bevölkerungsteile der DDR über das Ausland in die BRD. Dies geschah teils über die Botschaften verschiedener osteuropäischer Hauptstädte, wie Prag und Warschau und teilweise über Ungarn, das seit dem 11. September 1989 seine Grenzen zu Österreich geöffnet hatte.

Vor dem Mauerfall

Die Berliner Mauer ergänzte im Jahr 1961 die 1378 Kilometer lange innerdeutsche Grenze zwischen der DDR und BRD. Die innerdeutsche Grenze wurde bereits mehr als neun Jahre vorher befestigt, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Sie wurde als “antifaschistischer Schutzwall” bezeichnet. Dieser Begriff wurde von Horst Sindermann geprägt. Bis zum Mauerfall sollte sie die Flucht aus der DDR, die als ungesetzlicher Grenzübertritt unter Strafe stand, verhindern. Die Berliner Mauer stellte außerdem ein Symbol des Kalten Kriegs zwischen den Westmächten unter der Leitung der USA und dem Ostblock unter der Leitung der Sowjetunion dar. Sie teilte vom 13. August 1961 bis zum Mauerfall 1989 das Stadtgebiet Groß-Berlin in die zwei Hälften West-Berlin und Ost-Berlin. Vor dem Mauerfall war Ost-Berlin die Hauptstadt der DDR.

Nach dem Mauerfall durften West-Berliner und Bundesbürger am 24.Dezember 1989 ab 0:00 Uhr zum ersten mal ohne Visum in die DDR reisen.

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