Biografie-Wettbewerb mit Zeitzeugen

Nicht nur die Lebensgeschichten von Berühmtheiten sind es wert, dokumentiert zu werden. Auch sogenannte Normalbürger sind Vorreiter oder Vorbilder. Sie sind Zeitzeugen und haben oft abenteuerliche und für die Geschichtsbücher wertvolle Ereignisse erlebt und es ist wichtig, dies festzuhalten.

Was für ein Leben” – Der Biografie-Wettbewerb mit Zeitzeugen

Der bundesweite Biografie-Wettbewerb will Aufmerksamkeit für Zeitzeugen schaffen. Deshalb wird er vom Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin unterstützt. Außerdem wird das Zeitzeugen Projekt von ad.eo Filmbiografien, dem MDR und von Generali Zukunftsfonds gefördert. Es werden vor allem engagierte und starke Zeitzeugen-Persönlichkeiten mit bemerkenswerten Biografien gesucht.

Wie können Zeitzeugen am Wettbewerb teilnehmen?

Im Internet kann man unter was-fuer-ein-leben.de die Teilnehmerbedingungen lesen und einen Teilnahmeantrag herunterladen. Auf Anfrage kann man sich auch per Post einen Teilnahmeantrag zuschicken lassen. Es gibt außer der Zeitzeugen-Kategorie auch die Themen ‘Persönlichkeit’ und ‘Engagement’. In der Kategorie ‘Zeitzeuge’ soll die Biografie mit Entwicklungen und Ereignissen der deutschen Geschichte verknüpft sein. Es wird darauf Wert gelegt, dass die Biografie differenziert und authentisch erzählt und reflektiert wird. Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 wurden im DHM die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs vorgestellt.

Ab sofort können sich Zeitzeugen aus ganz Deutschland bewerben!

Die Teilnehmer müssen ein Teilnahmeformular ausfüllen und eine maximal fünfseitige Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte beilegen. Als Einsendeschluss ist der 29. Februar 2012 vorgesehen. Aus den Einsendungen wird ein Team aus Historikern und Biografie-Experten Lebensgeschichten auswählen, die dann dokumentarisch verfilmt werden. Die Filme werden dann im Oktober 2012 im Kino des DHM vorgestellt und anschließend an Zeitzeugenarchive weitergeleitet.

Zeitzeugen als Stars in ihrer verfilmten Biografie

Der Biografie-Wettbewerb fand auch in diesem Jahr statt und einige der spannenden Lebenswege, die verfilmt wurden, sind die Biografien der Zeitzeugen Claus Fritzsche und Margot Kowaljowa. Ihr Leben war von einer lebenslangen Liebe zu russischen Menschen geprägt. In der DDR brachte ihnen das, entgegen der offiziellen Propaganda, viele Schikanen ein. Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 wurden im DHM die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs vorgestellt.

Bildquelle: Dr. Marcus Gossler, Wikipedia