Durch Veränderungen in der Sowjetunion seit Mitte der 80er Jahre vorangetrieben kam es zum Zusammenbruch der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands in den Jahren 1989/90.

Gorbatschow und die Wiedervereinigung

Mitte der 80er Jahre begann der neue sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow mit umfassenden Reformen, um die UdSSR vor dem Verfall zu retten. Er verzichtete auf die sowjetische Vormachtstellung in den Ostblockstaaten und suchte die Kooperation mit dem Westen. Die Deutsche Wiedervereinigung ist das Ergebnis einer allmählichen Demokratisierung der östlichen Staaten, Ungarn begann im Frühjahr 1989 mit dem schrittweisen Abbau der Grenzzäune zu Österreich und schließlich einer vollständigen Öffnung der Grenze zum Westen am 11. September 1989. Dem folgte eine Fluchtwelle aus der DDR über Ungarn in die Bundesrepublik. Ein kleiner Schritt in Richtung Wiedervereinigung.

Die Krise in der DDR und die Wiedervereinigung

Die Führung der DDR geriet immer mehr in einen Zustand der Stagnation und Krise, je mehr sie sich innerhalb der Ostblockstaaten isolierte. Man weigerte sich, auf die Reformen Gorbatschows einzugehen und unterwarf nun sogar sowjetische Publikationen einer Zensur. Auch wirtschaftlich war die DDR am Boden. Eine Wiedervereinigung konnte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand vorstellen.

Eine friedliche Revolution auf dem Weg zur Wiedervereinigung

Nachdem die Massenflucht in Gang kam, wagte man sich auch auf die Straße und es formierte sich eine Oppositionsbewegung in der DDR. Unter dem Schutz der Kirche begannen die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Man wollte auf friedliche Weise eine Wiedervereinigung erzwingen. Schließlich endeten die Feierlichkeiten zum 40sten Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 in einem Fiasko. Während der offiziellen Feierlichkeiten fanden in vielen Städten Demonstrationen gegen die SED-Führung und für eine Wiedervereinigung mit der BRD statt. Schließlich sah man sich dem zweifachen Druck aus Massenflucht und Massendemonstration nicht mehr gewachsen und der Rücktritt Erich Honeckers am 18. Oktober 1989 leitete den Zerfall der DDR ein.

Der Fall der Berliner Mauer und die Deutsche Wiedervereinigung

Nach der Öffnung der Berliner Mauer wird eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten immer wahrscheinlicher. Der neue Ministerpräsident Lothar de Maiziere ebnete den Weg zur Wiedervereinigung und nach den sogenannten Zwei-plus-Vier-Gesprächen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs kommt es zur Wiedervereinigung und Deutschland erhält seine volle Souveränität zurück.
Die Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung Deutschlands finden bis heute jährlich am 3. Oktober statt.