Der letzte Teil von Sylvia Friedrichs Zeitzeugenbericht endete spannend. Und genau dort geht es heute weiter. Wieder passiert viel in dem Leben des jungen Mädchens, welches aus seinen Augen die Deutsche Teilung beschreibt.
Jeder Zeitzeuge hat seine eigenen Erfahrungen gesammelt und genau deshalb ist auch “Fontane sagte nichts dazu” eine ganz individuelle Geschichte.

Wer den ersten Teil der Erzählung noch nicht gelesen hat oder es noch einmal tun möchte, der kann unter Zeitzeugenbericht Teil 1 oder dem Reiter “Zeitzeugenberichte” den Anfang der Geschichte nachlesen.

Einen spannenden dritten Teil wünscht
die ZeitzeugenBerlin Redaktion

 

“Fontane sagte nichts dazu” Teil 3

“Ausgeliefert!
Dieses Gefühl beschreibt es sicher am besten. Die Grenzorgane hatten alle Macht über mich, die ich hier hinein wollte, in diesen sozialistischen Käfig. Wenn ich drinnen war, wenn ich meinen Fuß mit gnädiger Erlaubnis auf ihr Territorium setzte, dann gehörte ich ihnen. Wenn es ihnen in den Kram passte, mich hier festzuhalten, dann hielten sie mich hier fest. Wenn es ihnen gefiel, mir meinen Ausweis wegzunehmen, nahmen sie ihn mir weg. So geschehen bei einem Besuch in der Hauptstadt der DDR, mitten auf dem Bürgersteig des im Dornröschenschlaf liegenden Boulevards “Unter den Linden” etwa in Höhe der sowjetischen Botschaft. Ich schlenderte in Richtung Brandenburger Tor, das fest verriegelt und umzäunt weder von West noch Ost erreichbar war, als plötzlich ein Wachmann auf mich zu schritt.”

Was mit dem Wachmann noch passieren wird und ob die junge Zeitzeugin dieser nicht wenig brenzligen Situation entfliehen kann, gibt es bald bei ZeitzeugenBerlin zu lesen.

Zum Zeitzeugenbericht Teil 4
Die Geschichte “Fontane sagte nichts dazu” erschien in:
Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-939937-08-1
180 Seiten
30 Farbfotos