Der Fall der Berliner Mauer

Nach 28 Jahren war das Ende der Berliner Mauer gekommen. Am Donnerstag, den 9. November 1989, in der Nacht zum Freitag, fiel die Berliner Mauer und entließ die Menschen in die Freiheit. Schon im Oktober wurde die Öffnung der Berliner Mauer diskutiert und vorbereitet, jedoch war die eigentliche Maueröffnung erst für Dezember angedacht.
Doch am Vormittag des 9. November gab es einen verhängnisvollen Hinweis: Staatsmänner aus Ost- und West-Berlin meinten von einem verfrühten Fall der Berliner Mauer, von der jeweils anderen Seite, informiert worden zu sein und trafen eilig Vorbereitungen, um der anderen Seite in nichts nachzustehen. Dies begünstigte sicherlich, dass die Berliner Mauer schon vor ihrer offiziell geplanten Auflösung zu Fall gebracht werden konnte.

Die letzten Stunden der Berliner Mauer

Die Berliner Mauer stand seit jeher unter großer Kritik der westlichen Staaten. Sie verkörperte auch symbolisch die Trennung zwischen freiheitlichen Demokratien und sozialistischen Diktaturen. Es gab Forderungen nach Reisefreiheit und den Wunsch nach einem neuen Reisegesetz. Als dieses schließlich veröffentlicht wurde, löste es eine Welle des Unbehagens aus. Ebenso war die anhaltende Flucht aus der DDR ein Zeichen dafür, dass das Ende der Mauer nahen sollte.
Letztendlich war es eine, über den West-Berliner-Rundfunk ausgestrahlte, Falschmeldung über die Öffnung der Berliner Mauer, welche tausende Ost-Berliner zu den Grenzübergängen zog. Aus Not durch den großen Andrang wurde einigen die Durchreise gewährt, was schließlich den Schein offener Grenzübergänge nur noch vergrößerte und noch mehr DDR-Bürger zur Berliner Mauer strömen ließ.
Bis Mitternacht wurden so alle Grenzübergänge geöffnet.

Die Berliner Mauer verschwand in den folgenden Monaten gänzlich und die politische Wiedervereinigung Deutschlands rückte in greifbare Nähe.