„Die Erinnerung ist wie ein seelisches Organ, das die Vergangenheit verdaut und uns hilft, mit dem, was war, ganz gut leben zu können.“

 

Thomas Brussig

 

Thomas Brussig

(* 19. Dezember 1962)

Am 19.12.1965 kommt Thomas Brussig in Ost-Berlin zur Welt. 1971 wird er eingeschult, von 1981 bis 1984 macht er eine Beraufsausbildung zum Baufacharbeiter, die er mit Abitur abschließt. Er absolviert seinen Grundwehrdienst und geht wechselnden Tätigkeiten nach, u.a. als Tellerwäscher, Möbelträger, Fabrikarbeiter, Reiseleiter, Fremdenführer, Museumspförtner und Hotelportier. Nebenbei schreibt er an seinem ersten Roman Wasserfarben, der 1991 veröffentlicht wird. 1990 beginnt Brussig ein Soziologie-Studium an der Freien Universität Berlin, das er nicht abschließt, weil er 1993 an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ nach Potsdam-Babelsberg wechselt. 1995 gelingt Thomas Brussig mit seinem Mauerfall-Roman Helden wie wir der Durchbruch als Schriftsteller. 1999 erscheint ein weiterer Bestseller, die Mauerkomödie Am kürzeren Ende der Sonnenallee, die auf dem Drehbuch des Kinoerfolgs Sonnenallee von Leander Haussmann basiert. 2000 macht Thomas Brussig  seinen Abschluss als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg. Zwischen 1997 und 2001 arbeitet er mit dem Filmemacher Edgar Reitz an der Fortsetzung der „Heimat“-Saga, die 2004 bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt wird. Thomas Brussig lebt in Berlin-Schöneberg und in Mecklenburg.

Zum Werk:

Thomas Brussig beschäftigt sich in seinen Büchern auf kritisch-karikierende Weise vor allem mit den Auswirkungen der DDR und der Wende auf das Leben der Menschen. Er wird oft als „Chronist der untergegangenen DDR“ bezeichnet. Beispielsweise beschreibt er in seinem Wenderoman Wie es leuchtet, wie der Zeitenumbruch ’89/’90 die unterschiedlichsten Menschen beeinflusst. Ein weiteres wichtiges Thema von Brussig ist Fußball (Leben bis Männer). Seine Bücher sind geprägt von Witz und Komik, die beschriebenen Begebenheiten oft absurd und bizarr, aber immer doch ein Stückchen wahr.
Thomas Brussig wurde u.a. mit dem Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (1999) und mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Weitere Links zu Thomas Brussig:

Foto: Thomas Brussig auf der Frankfurter Buchmesse (Quelle: Lesekreis, Wikipedia)