Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 21. May 2013
Das Volkseigentum in der DDR war Teil der kommunistischen Grundidee und eine inhaltlich umgestaltete Form des Staatseigentums und demnach Teil des Sozialstaats. Das Volkseigentum der DDR beinhaltete in den 80er Jahren etwa 98% des Produktionsvermögens. Zusammen mit dem Eigentum gesellschaftlicher Organisationen und dem genossenschaftlichen Eigentum bildete es das sozialistische Eigentum. Unter das Volkseigentum der DDR fielen so gut wie alle Naturreichtümer wie Bodenschätze und Landflächen sowie jegliches Gewerbe über Banken bis hin zur Industrie. Dem Wortlaut nach war das Volkseigentum in der DDR das Eigentum jedes einzelnen Bürgers. Rechtlich gab es hier jedoch harte Grenzen, die so weit gingen, dass das Volkseigentum der DDR nur nach staatlichen Plänen genutzt werden durfte. So konnte es nicht verliehen oder veräußert werden, jeglicher geschaffene Mehrwert ging automatisch ins Staatseigentum über und es war in besonderem Maße strafrechtlich geschützt. Durch das „Gesetz zum Schutz des Volkseigentums und anderen gesellschaftlichen Eigentums“ (VESchG) wurde jegliches entwenden von Volkseigentum der DDR mit Strafen von bis zu 25 Jahren Zuchthaus geahndet. Als Abschreckung bestrafte man sogar Kleinstdelikte mit einem Jahr Zuchthaus.
Entstehung des Volkseigentums der DDR
Durch Enteignung von Faschisten, Kriegsverbrechern und Großgrundbesitzern während der Zeit der sowjetischen Besatzung.
Öffentlicher Besitz von Gemeinden und Landkreisen wird in das Volkseigentum der DDR überführt.
Naturreichtümer gelten als Volkseigentum (Gewässer, Bodenschätze, Wälder und Landflächen).
Die Besitztümer von Republikflüchtlingen wurden entweder an Dritte veräußert oder ebenfalls in das Volkseigentum integriert.
Enteignung durch staatliche Zwangsbeteiligung und andere unlautere Machenschaften, welche die Eigentümer dazu zwangen, ihren Besitz in das Volkseigentum der DDR zu übergeben.
Kritik am Volkseigentum der DDR
Das Volkseigentum wird oftmals als andere Form des Staatseigentums bezeichnet. Dies ist insoweit richtig, dass der Staat allein, jegliche Kontrolle über dieses Eigentum besaß. Zwar gehörte das Volkseigentum der DDR nach seiner Definition jedem Bürger, wer allerdings was genau damit machen durfte, wurde vom staatlichen Plan festgehalten. Die Idee, das Eigentum einzelner zum Eigentum aller zu machen, um damit dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen, entwickelte sich zu einem weiteren Werkzeug absoluter staatlicher Kontrolle.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. May 2013
Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden dabei vor der Teilung bereits direkt an Polen übergeben. Am 5. Juli 1945 wurde der Alliierte Kontrollrat in Berlin zur obersten Regierungsgewalt über alle Zonen erklärt. Obwohl Berlin in der sowjetischen der Besatzungszonen Deutschlands lag, wurde die Stadt gemeinsam von den Alliierten besetzt. Jede der Parteien organisierte ihre Zone in einer eigenen Besatzungspolitik, obwohl die verschiedenen Strategien bereits ab 1943 in der Atlantik-Charta, der Casablanca-Konferenz, der Konferenz von Teheran und der Erklärung von Jalta festgelegt wurden. Nach dem Sieg wurde sich bei der Potsdamer Konferenz am 2. August 1945 über das weitere Vorgehen innerhalb der Besatzungszonen Deutschlands beraten. Die Ziele waren die Demokratisierung, Demilitarisierung und Entnazifizierung des Landes sowie die Einrichtung eines Kontrollrates und eines Militärtribunals (Nürnberger Prozesse). Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Besatzungszonen Deutschlands aber sowohl von den Besatzern als auch den Besetzten als Provisorien gesehen. Erst später, zu Beginn des Kalten Krieges, wurde die Teilung als endgültig erachtet.
Die Wirtschaft in den Besatzungszonen Deutschlands
Die Lebensmittelversorgung war besonders in den Anfängen katastrophal. Viele Tausend Menschen starben in den ersten Wochen nach der Kapitulation an Hunger und Durst. Zwar wurden ausländische Hilfspakete geschickt, deren Einfuhr war allerdings bis zum 5. Juni 1946 verboten. Die jeweiligen Verwalter der Besatzungszonen Deutschlands verteilten Lebensmittelkarten der Kategorien I bis V abhängig von der Schwere der Arbeit, welcher man nachging. Die Rationen waren jedoch viel zu gering. Zu Beginn der Besatzungszeit fielen ebenfalls die Demontagen in den Besatzungszonen Deutschlands. Während die Sowjets die demontierten Fabriken als Reparationszahlung beschlagnahmten – die meisten Maschinen kamen ohne die wichtigsten Teile in der UdSSR an, weswegen man die Demontage frühzeitig beendete – wollen die westlichen Besatzer das Produktionsniveau auf rund 50% der Produktion des Jahres 1938 zurückschrauben. Die Demontage zur wirtschaftlichen Entmachtung des Landes ging in jeder der vier Besatzungszonen Deutschlands gleichermaßen radikal vonstatten, wodurch mit dem Ende der Demontage im Januar 1951 der Gesamtwert der demontierten Anlagen auf ca. 10,4Mrd. DM geschätzt wird. Anstelle eines wirklichen Wiederaufbaus wurde die deutsche Wirtschaft also um Jahre zurückgeworfen und mit der Direktive JCS 1067 ein wirtschaftlicher Aufschwung sogar verboten. Zwar investierten die USA im Zuge des Marshall-Plans einiges an Geld in den Wiederaufbau der westlichen Besatzungszonen Deutschlands, allerdings mussten diese Geldmengen bis zum Dreifachen zurückgezahlt werden. Dennoch wurde im Westen bereits 1950 wieder das Bruttosozialprodukt von 1936 erreicht.
Zeitzeugen der Besatzungszeit:
Karl-Heinz Piehler über den Einzug der Siegermächte in Rheinhessen:
Herrmann Glaser, ehemaliger Schul- und Kulturdezernent aus Nürnburg beschreibt die grauenvolle Nachkriegszeit:
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 7. May 2013
Die Deutsche Frage resultierte aus immer wieder auftretenden Problemen zwischen 1806 und 1990 bezüglich der deutschen Einheit. Durch verlorene Kriege wurde Deutschland aufgeteilt bzw. schrumpfte, wodurch die Deutsche Frage durchaus berechtigt war, da niemand zu den entsprechenden Zeitpunkten wusste, wie mit Deutschland weiter verfahren werden sollte und ob es überhaupt weiter in dieser Form existieren wird. Die Zweifel an Deutschlands Bestehen waren mit der Deutschen Frage besonders während der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges sehr groß, da durch die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen (französische, sowjetische, britische und amerikanische) Unsicherheiten herrschten. Durch die allmähliche Wiedervereinigung der französischen, britischen und amerikanischen Besatzungszone zur Bundesrepublik und der Bildung der DDR im Osten schien eine vereintes Deutschland unmöglich.
Die Deutsche Frage in wirtschaftlicher Hinsicht
Die Deutsche Frage richtete sich ebenfalls stark auf die wirtschaftliche Stellung Deutschlands aus. Das in Besatzungszonen geteilte Deutschland war nämlich aus wirtschaftlicher Sicht stark angeschlagen. Die jeweilige Besatzungsmacht, also Frankreich, Großbritannien, USA oder Sowjetunion, musste ihre Gebiete selbst versorgen ohne mit einer benachbarten Zone kooperieren zu können. Erst am 1. Januar 1947 kam es zu der Gründung der Bizone und somit zu einem wirtschaftlichen Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungszone. Im März 1948 schloss sich zudem die französische Besatzungszone dem Wirtschaftssystem der Bizone an, wodurch sich die Trizone bildete. Die sowjetischen Besatzer weigerten sich hingegen, dem – aus ihrer Sicht – scheinbar grauenvollen und kapitalistischen System der Nachbarzonen beizutreten und führte die Planwirtschaft fort. Dadurch entstanden zwei verschiedene Wirtschafts- und Währungssysteme in Deutschland, wodurch die Deutsche Frage abermals laut hervorschlug.
Besteht die Deutsche Frage immer noch?
Nein, durch die vollständige Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 gilt Die Deutsche Frage als geklärt. Deutschland erhielt mit dem Mauerfall und der Gleichstellung mit anderen Staaten in Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Europäischen Union seine Souveränität zurück. Das bedeutet, dass Deutschland ab diesem Zeitpunkt sowohl politisch als auch wirtschaftlich unabhängig von den ehemaligen Besatzungsmächten agieren kann.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 23. April 2013
Vom Fernsehzentrum zum deutschen Fernsehfunk
Am 11. Juli 1950 erfolgte der ersten Spatenstich für den Bau des Fernsehzentrums in Berlin-Adlershof. Am 20. Dezember 1951 begannen die ersten Sendeversuche, jedoch nicht für die Öffentlichkeit, da die ersten öffentlichen Fernsehgeräte erst ab Juli 1952 aufgestellt wurden. Am 21. Dezember 1952 startete das „öffentliche Versuchsprogramm“ mit zwei Sendestunden täglich nach 20:00 Uhr und gab damit den Startschuss für den deutschen Fernsehfunk. Ausgestrahlt wurde ein Grußwort und die Nachrichtensendung „Die Aktuelle Kamera“. Empfangen konnten dies in der DDR allerdings lediglich 60 Geräte. Bis 1955 wurde das Sendenetz des deutschen Fernsehfunks großflächig ausgebaut. Es gab drei Sendestudios und einen Übertragungswagen. Am 2. Januar 1956 beendet das Berliner Fernsehzentrum sein Versuchsprogramm und ab dem 3. Januar begann der deutsche Fernsehfunk (DFF) sein Programm.
Vom deutschen Fernsehfunk zum DDR-Fernsehen
Aus politischen Gründen hieß der Sender zu Beginn deutscher Fernsehfunk und nicht DDR-Fernsehen, da er das Fernsehen für ganz Deutschland sein wollte. Dieses Vorhaben schlug jedoch trotz grenznaher Sender fehl. Ende 1958 waren in der DDR über 300.000 Fernsehgeräte angemeldet, welche den deutschen Fernsehfunk empfangen konnten. Am 7. Oktober 1958 wurde das Vormittagsprogramm als Wiederholung für Spätarbeiter eingeführt und einen Tag später hatte der Abendgruß des Sandmännchens sein Debüt. Am 3. Oktober 1969 ging das 2. Programm des deutschen Fernsehfunks (DFF 2) auf Sendung. Dieses war erstmals in Farbe und leitete damit das Farbfernsehzeitalter beim deutschen Fernsehfunk ein. Durch das zweite Programm nahmen auch die Sendestunden sprunghaft zu. Produziert wurde in SECAM in bewusster Abweichung von westdeutschen PAL-System.
Jahr
1955
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1988
1989
Sendestunden/Jahr
786
3007
3774
6.028
6.851
7.704
8.265
9.194
8.900
Durchschn. Sendestunden/Woche
15
58
73
116
132
148
159
177
171
Fernsehen der DDR
Am 11. Februar 1972 wurde der deutsche Fernsehfunk in „Fernsehen der DDR“ umbenannt. Quasi nach der Testphase mit dem deutschen Fernsehfunk entfaltete sich das Fernsehen nun endgültig zum vollwertigen politischen Werkzeug. Während dieser Zeit wurden einige neue Studios hinzugebaut und nach und nach die Abläufe optimiert. So gab es in den 70er noch eine Regie für zwei Studios, da man der Meinung war, dass nur in einem Studio produziert wird, während man im anderen die nächste Produktion vorbereitet. Auch die Technik entwickelte sich rasant weiter und wurde regelmäßig nachgerüstet. Zwar wurde bis 1989 immer noch in SECAM gesendet, allerdings war alles für einen Umstieg auf PAL ausgebaut.
Wendezeit und Abschaltung
Die politische Wende bedeutete für den deutschen Fernsehfunk erst einmal eine Entlastung. Vor allem über Politik konnte zunehmend freier berichtet werden und einige neue Programme gingen auf Sendung. Nach dem Rücktritt der SED-Parteispitze wurde der deutsche Fernsehfunk quasi komplett reformiert. Am 12. März 1990 wurde aus den Programmen DDR-F1 und DDR-F2 wieder DFF 1 und DFF 2. Nachdem bekannt wurde, dass Ost- und Westdeutschland wieder zusammengeführt werden, gestaltete sich das Fernsehprogramm regionaler und neue Korrespondentenbüros entstanden. Durch den Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 verlor der deutsche Rundfunk seine Eigenständigkeit wieder und musste laut Artikel 36 bis zum 31. Dezember 1991 vollständig aufgelöst werden. Der erste Teil der Abschaltung erfolgte am 15. Dezember 1990, bei dem das Erste Deutsche Fernsehen die Senderkette des DFF 1 übernahm. Die endgültige Abschaltung erfolgte schließlich um Mitternacht des 31. Dezembers 1991.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 19. April 2013
Noch vor dem Mauerfall sah es in Berlin recht düster aus. Familien, Freunde und Bekannte wurden durch den Bau der Mauer getrennt. Zur Zeit der DDR vergaß man diese oder trug eine große Sehnsucht in sich, versuchte die Mauern der DDR zu umgehen oder in diese zu gelangen, um sich wiederzusehen. Kein Wunder also, dass viele Fluchtversuche unternommen wurden. An den Grenzübergängen herrschte allerdings eine strenge Überwachung. Wer auf seiner Flucht erwischt wurde, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Schließlich wurde auf Flüchtlinge sogar geschossen, wodurch eine Flucht ein heikles Unterfangen war. So flossen Träume meist dahin, da nicht jeder sein Leben aufs Spiel setzen wollte.
“Und morgen am Meer”- Flucht aus Berlin 1989
Corina Bomann erzählt in Ihrem Buch „Und morgen am Meer“ die Geschichte zweier mutiger Flüchtlinge, die mehr von der Welt sehen wollten. Milena, eine Ostberlinerin, hatte einen Traum. Sie wollte zumindest einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Eine schier unglaubliche und unmögliche Vorstellung im Sommer 1989. Später lernte sie den Westberliner und Musiker Claudius kennen, in den sie sich verliebte. Claudius wollte ebenfalls das Meer sehen. Gemeinsam starteten sie eine Flucht ins Ungewisse. Sie riskierten ihr Leben, ungeahnt dessen, dass die Mauer am 09. November 1989 fallen würde. Ein dramatischer Ausbruch in die Freiheit, der nicht ohne Hindernisse verläuft. Haben sie es tatsächlich beide lebend geschafft?
Siebentägige Berlin-Rallye
Auf ihrer Flucht passierten die beiden verschiedene Stationen Berlins. In der am Dienstag gestarteten siebentägigen Berlin-Rallye zum Buch „Und morgen am Meer“ werden diese vorgestellt. Es gilt, die Namen von verschiedenen Orten und Gebäuden Berlins herauszufinden, die die beiden Flüchtlinge passiert haben. Mitmachen kann jeder Ratelustige und Geschichtsinteressierte auf pinterest.com. Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Und morgen am Meer“.
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß beim Rätseln und Lesen.
Vom Untergang der DDR spricht man, wenn man den wirtschaftlichen Untergang der DDR beschreiben will. Die starre Planwirtschaft führte zum Untergang der DDR, da die DDR es nicht geschafft hat sich im internationalen Markt als Exporteur zu etablieren. Der Untergang der DDR Wirtschaft hängt ebenso maßgeblich mit Produktionsstopps aufgrund von Ressourcenmangel und den hohen Importkosten zusammen.
Als ressourcenarmes Land war die DDR auf den Import von Lebensmitteln und Rohstoffen angewiesen. Um den Import zu finanzieren, wäre ein ebenbürtiger Export von Nöten gewesen, um den wirtschaftlichen Untergang der DDR zu verhindern. Da der Export von DDR Produkten aufgrund mangelnder Qualität schwierig war und nur geringe Gewinne erzielte, wurde der Import von Ressourcen auf ein Minimum reduziert. Das führte wiederum zu enormen Produktionsstopps, was den Untergang der DDR Wirtschaft beschleunigte, da die Produktionsstopps das Exportwarenangebot der DDR weiter einschränkten.
Die schwache Wirtschaft der DDR musste durch Beträge der Bundesrepublik Deutschland in Milliardenhöhe subventioniert werden.
Gesellschaftlicher Untergang der DDR
Zum Untergang der DDR führte jedoch hauptsächliche die Unzufriedenheit des Volkes die in den 80er Jahren stetig wuchs.Nicht nur weil sozialpolitisch nur die elementarsten Bedürfnisse erfüllt wurden und das System ökonomisch nur noch von der Substanz lebte, sondern auch durch Stellungnahmen der Regierung zu kritischen Themen. Die SED weigerte sich den Reformkurs der Sowjetunion unter Gorbatschow mitzumachen und sprach sich zu einem Weiterbestehen der Mauer für mindestens 100 Jahre aus. Das führte in der Bevölkerung zu großen Protesten wie den Leipziger „Montagsdemonstrationen“.
An der Feier des 40. Jahrestages der Republik leugnete die SED den Untergang der DDR indem sie die DDR ungeachtet der Proteste und des Widerstandes als funktionierenden Staat präsentierte. Die Proteste waren von der Staatssicherheit nicht weiter ohne Waffengewalt im Griff zu halten, wogegen sie sich weigerte. Die Proteste führten innerhalb weniger Tage zum Rücktritt der SED Parteispitze. Nach und nach fiel die Parteidiktatur der SED in sich zusammen, bis es am 9.11.1989 zum Mauerfall kam.
Den Untergang der DDR und vor allem die daraus resultierende politische Wende war eines der bedeutensten Ereignisse des letzten Jahrhunderts.
Bildquelle: commons.wikipedia.org Urheber: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-018 / Oberst Klaus
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 9. April 2013
Mit der Erfindung des Fernsehens bildeten sich nach und nach auf öffentlichen sowie privaten Sendern das Unterhaltungssprektrum aus. Schauspieler wurden nun für die Realisierung von Filmen gebraucht. Somit gab es auch in der DDR Schauspieler. Einige DDR Schauspieler haben es sogar nach der Wende zu schauspielerischem Erfolg in der Bundesrepublik Deutschland gebracht und sind zu Stars und Sternchen herangewachsen.
Bekannte DDR Schauspieler sind zum Beispiel:
Ursula Karusseit spielte über 50 DFF (Deutscher Fernsehrundfunk) und DEFA(Deutsche Film AG) Filmen mit und war neben ihrer Tätigkeit als DDR Schauspielerin auch eine große Persönlichkeit des DDR Theaters.
Manfred Krug war auch nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik ein beliebter DDR Schauspieler. Er erzielte vor allem als Serienschauspieler nach der Wende in Serien wie Tatort Erfolge.
Der DDR Schauspieler Rolf Hoppe spielte in den DDR Indianerfilmen den Bösewicht Bashan. Hoppe bekam 1981 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film für die Rolle des Hermann Göring in Mephisto.
Armin Mueller-Stahl hat es für einen ehemaligen DDR Schauspieler weit gebracht. Er hat es nach Hollywood geschafft und wurde 1997 für seine Rolle des David Helfgott in „Shine-der Weg ins Licht“ sogar für den Oscar nominiert.
Der DDR Schauspieler Dieter Bellmann hat in vielen Folgen der Serie „Polizeiruf 110“ mitgespielt.
Angelica Domröse wurde durch ihre Rolle bei „die Legende von Paul und Paula“ zu einer der berühmtesten DDR Schauspielerinnen.
Der Ulrich Mühe war vor allem durch das Theater bekannt. Sein erfolgreichster Film nach der Wende war “Das Leben der Anderen”.
Corinna Harfouch: Die DDR Schauspielerin trat nach der Wende vermehrt in großen Produktionen wie “Der Untergang” und “Das Parfüm” auf.
Katrin Saß erlebte 2003 mit „Goodbye Lenin“ ihr Comeback. Seitdem spielt die Schauspielerin wieder mehrere Rollen in Film und Fernsehen.
Als „Winnetou des Ostens“ wurde Gojok Mitic als DDR Pendant zu Pierre Briece gesehen, dessen Rolle Mitic bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg 1992 übernahm.
Die staatliche Filmgesellschaft der DDR „DEFA“ drehte insgesamt zwischen 1946 und 1990 mehr als 700 Spielfilme, 600 Fernsehfilme für den „Deutschen Fernsehfunk“ und 150 Kinderfilme, bei denen viele DDR Schauspieler zurecht zu ihrer Berühmtheit gekommen sind.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 2. April 2013
Die DDR Feuerwehr setzte sich aus den kommunal verwalteten Feuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone zusammen. Nachdem 1956 das Brandschutzwesen in den Tätigkeitsbereich der Deutschen Volkspolizei fiel, wurde die DDR Feuerwehr zentral verwaltet.
Die DDR Feuerwehr umfasste, wie die heutige Feuerwehr, mehrere Tätigkeitsbereiche. 1956 erlies die SED das erste Brandschutzgesetz der DDR: Das „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“, worin unter anderem die DDR Feuerwehr in sogenannten Brandschutzorgane unterteilt wurde.
Zentrale Brandschutzorgane
Zum zentralen Brandschutzorgan der DDR Feuerwehr gehörte die Hauptabteilung Feuerwehr der Deutschen Volkspolizei und alle Abteilungen der DDR Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern. Die den unterstellten Feuerlöschkommandos und Brandinspektoren der DDR Feuerwehr gehören ebenso zum zentralen Brandschutzorgan.
Örtliche Brandschutzorgane
Die örtlichen Brandschutzorgane schließen die DDR Feuerwehr in Städten und Gemeinden mit ein. Brandschutzverantwortliche und Brandschutzbeauftragte von Einrichtungen zählen genauso zum örtlichen Brandschutzorgan wie die freiwillige und die Berufsfeuerwehr .
Betriebliche Brandschutzorgane
Unter dem Begriff des betrieblichen Brandschutzorgans versteht man alle Angestellten und Helfer der DDR Feuerwehr, die in der Verwaltungen und im Industrie- oder Landwirtschaftsbereich eingesetzt sind. Im Allgemeinen spricht man in diesem Kontext auch von der Werks- und Betriebsfeuerwehr.
Die kommunalen Berufsfeuerwehren der einzelnen Länder der sowjetischen Besatzungszone wurden mit „Gesetz zum Schutze gegen Brandgefahren“ verstaatlicht. Da das erlassene Gesetz undeutlich formuliert wurde, war es beliebig auslegbar. Somit konnte die SED die DDR Feuerwehr zu diversen Aufgaben einsetzen, die nichts mit dem Aufgabenfeld einer Feuerwehr zu tun haben. Dadurch dass die Feuerwehr bei „inneren Notständen“ gesetzlich eingesetzt werden konnte, wurde die DDR Feuerwehr am 13. August 1961 beim Bau der Berliner Mauer eingesetzt werden, um Hindernisse am Grenzstreifen aus dem Weg zu räumen.
Die Löschwagen, Tanklöschwagen und Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr wurden ausschließlich von sogenannten volkseigenen Betrieben (VEB), wie dem Werk „Robus“ oder „IFA“ hergestellt. Diese Werke stellten auch einen großen Anteil der Fahrzeuge der Deutschen Volkspolizei her.
Nach der Wende ging die Verwaltung der Feuerwehr wieder an die Kommunen. Das führte zu einem Umrüsten der vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge, da die Drehleitern und Körbe der Feuerwehrfahrzeuge der DDR Feuerwehr nicht den Sicherheitsbestimmungen der Bundesrepublik Deutschland entsprachen.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 18. March 2013
Mit der Gründung der DDR 1949 wurden die Polzeien der Länder der sowjetischen Besatzungszone zur „Deutschen Volkspolizei“ (DVP) vereinheitlicht. Es wurden hauptsächlich Antifaschisten, vorzugsweise Kommunisten, in leitenden Positionen der Volkspolizei eingesetzt. Die Volkspolizei unterstand dem Minister des Inneren der DDR. Die Volkspolizei verfügte über diverse Ausbildungsstellen für die jeweiligen Dienstzweige. Diese Ausbildungsstellen waren über die ganze DDR verteilt. Ab 1962 hatte die Volkspolizei ihre eigene Hochschule in Berlin-Biesdorf. Der Fuhrpark der DVP umfasste hauptsächlich Autos von Marken aus der DDR oder aus der Sowjetunion, aber auch einige importierte Modelle. Beispielsweise importierte die DDR Ende der siebziger Jahre 10.000 VW Golf 1 für den Einsatz als Streifenwagen. Neben der DVP gab es den kasernierten Verband der Volkspolizei: Die Volkspolizei-Bereitschaft (VPB). Dieser Verband gehört nicht zu den Dienstzweigen der Volkspolizei, unterstand jedoch genau wie die DVP dem Ministerium des Inneren.
Die Volkspolizei untergliederte sich in fünf Zweige. Die Kriminalpolizei, die Wasserschutzpolizei, die Verkehrspolizei, die Schutzpolizei und die Transportpolizei. Die Tätigkeitsbereiche der ersten vier Zweige der Volkspolizei gleichen den gleichnamigen Bereichen der heutigen Polizei. Die Transportpolizei war für die Bewachung des Vehrkehrswesens und dem Schienennetz der Deutschen Reichsbahn zuständig. Die Transportpolizei war an allen großen Bahnhöfen der DDR stationiert. Dieser Zweig der DVP überwachte bis zum Mauerbau auch die Berliner Ringbahn, die der Deutschen Reichsbahn gehörte.
Die Volkspolizei führte 1952 den sogenannten Abschnittsbevollmächtigten (ABV) ein. Dieser war nach sowjetischem Vorbild der erste Ansprechpartner für Bürger, die in Not waren oder eine Aussage machen wollten. Der ABV hatte eine Schlüsselrolle, da er der SED dabei half die DVP als „Polizei des Volkes“ zu präsentieren. Der Abschnittsbevollmächtigte hatte, wie das Ministerium für Staatssicherheit, über die Personenkennzahl (PKZ) Einsicht in diverse gesammelte Daten der Bürger, unter anderem die Hausbücher der Familien.
Die Grenztruppen der DDR und ihr Vorläufer, die Deutsche Grenzpolizei, gehörten nicht zur Volkspolizei und unterstanden dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Zuletzt arbeiteten bei der DVP mehr als 80.000 hauptamtliche Polizisten. Mit der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 wurden ungefähr 40 Prozent der DVP entlassen, da die Polizeihoheit an die neuen Bundesländer ging.
Veröffentlicht von zeitzeugenberlin am 14. March 2013
Beginn der 80er Jahre begann auch in der DDR Punk populär zu werden. In Städten wie Berlin, Leipzig, Erfurt und Halle fand die DDR-Punk-Szene am meisten Anklang. Viele Mitglieder der Bewegung des DDR-Punks wurden bis zur Wende staatlich verfolgt. Im Gegensatz dazu steht, dass gegen Mitte der achtziger Jahre Bands bereits offiziell DDR-Punk Platten veröffentlichten konnten.
Dadurch, dass bereits Ende der Siebziger die Punk-Musik über Großbritannien in die Bundesrepublik Deutschland kam, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Bürger der DDR Punk-Musik über Sender wie den RIAS oder die BBC zu hören bekamen. Infolgedessen wuchs die Szene des DDR-Punks Anfang der achtziger Jahre sehr stark an, was eine erste Verfolgungswelle zur Folge hatte. Allein in Berlin wurden in dieser Zeit Maßnahmen gegen rund 250 DDR-Punks eingeleitet. Das schloss Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote, Verhaftungen und Hausdurchsuchungen mit ein. Das sollte die DDR-Punks verunsichern. Während die evangelische Kirche vielen Bands zu Auftrittsgelegenheiten verhalf, stieg die Anzahl der Mitglieder dieser Bewegung Mitte der Achtziger weiter an. Gerade junge und neue Mitglieder der DDR-Punk-Bewegung konnten vom Ministerium für Staatssicherheit dazu gewonnen werden, für sie als inoffizieller Mitarbeiter (IM) zu arbeiten, wodurch die Szene in der DDR immer weiter unterwandert wurde. 1986 begann man von staatlicher Seite aus die Musik in der DDR zu dulden. Die FDJ organisierte eigene DDR-Punk-Konzerte. „Die anderen Bands“, worunter einige alternative Bands zusammengefasst worden sind, veröffentlichten Platten auf dem Staatslabel Amiga. Diese neue Bewegung wurde von vielen abgelehnt und abwertend als „FDJ-Punk“ bezeichnet. Während schon zu Mauerzeiten die Größe dieser Bewegung sank, lösten sich nach der Wende viele Bands auf, denn es gab keinen Bedarf mehr an DDR-Punk-Bands, da die Szene einerseits Mitglieder verlor, andererseits man nun auch internationale Bands hören konnte. Während sich die DDR-Punk-Szene in den Bundesländern der ehemaligen DDR auflöste, erhielt die rechtsextreme Neonaziszene immer mehr Zulauf.
Diese Tendenz ist heutzutage noch zu erkennen, wenn man sich die Wahlergebnisse der neuen Bundesländer ansieht. Rechte Parteien erzielen deutlich höhere Wahlergebnisse in den neuen Bundesländern, als im Rest der Bundesrepublik.
Einige DDR-Punk-Bands wie „Schleim-Keim“ und „Slime“ haben jedoch den Mauerfall überstanden und existierten noch bis zur Mitte der Neunziger Jahre.
Das Volkseigentum in der DDR war Teil der kommunistischen Grundidee und eine inhaltlich umgestaltete Form des Staatseigentums und demnach Teil des Sozialstaats. Das Volkseigentum der DDR beinhaltete in den 80er Jahren etwa 98% des Produktionsvermögens. Zusammen mit dem Eigentum gesellschaftlicher Organisationen und dem genossenschaftlichen Eigentum bildete e […]
Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, welche das Ende des 2. Weltkrieges einläutete, wurden Besatzungszonen in Deutschland eingerichtet. Durch die Besatzungszonen wurde Deutschland gevierteilt, wobei jeweils eine Zone an Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion viel. Die Ostgebiete (rund ein Drittel des Staatsgebietes) wurden da […]
Die Deutsche Frage resultierte aus immer wieder auftretenden Problemen zwischen 1806 und 1990 bezüglich der deutschen Einheit. Durch verlorene Kriege wurde Deutschland aufgeteilt bzw. schrumpfte, wodurch die Deutsche Frage durchaus berechtigt war, da niemand zu den entsprechenden Zeitpunkten wusste, wie mit Deutschland weiter verfahren werden sollte und ob e […]
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